Dezember 2019 – Hurrikan Stimmung da draußen, aber „Glück ist Jetzt“

Adventsplätzchen oder auch Platzerl backa

Letztes Jahr wurde das Problem erkannt und dieses Jahr haben wir das Problem gebannt. Nachzulesen unter dem Blog Eintrag aus dem November/Dezember 2018 unter den Überschriften:

Die irische Vorweihnachtszeit / Alles neu oder anders? / Adventsplätzchen

Da es keine Plätzchen in Irland gibt, musste also selber gebacken werden. Irische Zutaten und ein anderer Ofen machten die ersten zwei Versuche nicht gerade leicht. Anstatt den geplanten acht Sorten wurden es nur vier. Zwei Sorten wurden nichts und zwei wurden wegen Zeitmangel gestrichen.

Ob die Plätzchen bei den irischen Nachbarn geschmacklich angekommen sind, wissen wir noch nicht und ob wir damit in 2020 ins Massenbacken starten werden ist fraglich. Jedenfalls wäre es schwierig die Plätzchen, die hier von uns als „German Handmade Christmas Cookies“ verschenkt wurden, unter ihrem richtigen Namen zu vermarkten …

Erklärung im Uhrzeigersinn:  (ich hörte die junge Generation kann wohl nicht mehr eine analoge Uhr lesen, deshalb sag ich es anders, die Erklärung erfolgt von oben und dann rechts herum)  

Linzer Taler, Vanillekipferl, Earl Grey Schneeflocken und Schuhbeck’s Sterntaler

Bevor es also mit Power ins nächste Adventsbacken geht, wollten wir mehr Power im Haus haben.

Mehr Power

Wir wollten mehr – viel mehr Power im Haus und wollten auf 5G erweitern.

Deshalb haben wir ein Unternehmen angerufen und 5G geordert.
Eine Probeantenne wurde auf dem Dach aufgestellt und es wurde gemessen, aber es gab zu wenig Empfang bis zum nächsten Sendemast. 

Gleich auf dem Nachbar Grundstück, wo immer die Rinder stehen, stehen auch zwei riesige Ahornbäume im vollem  Laub im Weg. Im Winter mit kahlen Ästen wäre es kein Problem, aber nur im Winter besseren Empfang zu haben ist nicht die Lösung. Mark, auf dessen Grund die Bäume stehen, hätte für uns schweren Herzens die Bäume gefällt, aber wer will schon einen traurigen Landwirt, der die Bäume hat wachsen sehen als Nachbarn haben. Wir jedenfalls nicht! Ausserdem sehen die beiden Ahornbäume aus unserem Schlafzimmer so gut aus, dass wir uns für Schönheit anstatt Fortschritt entschieden haben. 

Kein Baum muss für mehr Power sterben!

Das schnelle Internet ist eh überbewertet und wer weiß, ob sich das neumodische Zeug noch lange auf dem Markt hält? Ist vielleicht nur eine Phase, die so schnell verschwindet wie sie gekommen ist.

Barry, Marks Sohn hingegen, sozusagen die jüngere Generation hätte mit Baumfällungen da weniger Probleme. Er gab nämlich im Herbst das Schneiden der Hecke an den Rinderweiden in Auftrag. Ein Arbeitskollege von ihm ging die Sache, vor allem nachts, an. Dieses war auch besser so, denn tagsüber hätte man nur heulen müssen. 

Fast alle finden es gut so, …. „wächst ja nach“ … nur Mark und wir sind traurig, dass es nun so aussieht wie es aussieht. Wer uns und unseren Garten in Ainhofen kannte weiß, dass ich kein Freund vom schneiden bin. Hier mal ein paar Rückblicke an die Seitenränder des ca. 400 qm Garten in Ainhofen, der jedes Jahr ein bisschen kleiner wurde. ;-)))

Um dem gewaltsamen Heckensterben entgegen zu treten, haben wir im Herbst 2000 Zwiebeln in den Vorgarten gesetzt und ein Holzbaum wurde gepflanzt.

Um unseren Holzbaum zum leuchten zu bringen, musste ein 100 m Kabel gekauft werden. 2000 Zwiebeln und 100 Meter Kabel – Es ist nicht immer einfach als GROSSGRUNDBESITZER.

Man hat nun eine freie Sicht auf unseren neuen Nachbarn und deren Baustelle.

Neue Nachbarn

Nein – hier gibt es mal keine Rinder Fotos zusehen, wir haben richtig Nachbarn bekommen. Familie King (Ehepaar mit einem Baby) zieht da ein. 

Bislang waren wir in der Sackgasse das letzte bewohnte Haus. Nach uns kam nur noch ein altes nicht bewohntes Haus. Im September 2018 ging es dann los und es wurde renoviert und erweitert. Einen kompletten Abriss haben sie nicht genehmigt bekommen und so wurde groß angebaut. Die Familie möchte gerne vor Weihnachten noch einziehen. (2019 ?) Der Innenausbau läuft auf Hochtouren, aber Weihnachten steht nun wirklich schon fast vor der Tür.

Also wenn es weiter mit dem Zuzug geht, dann brauchen wir bald eine irische Ampelschaltung.

Der letzte Kilometer zu unserem Haus ist Einspurig und bislang waren es gerade mal die Bauern die zu ihren Rindern an die hinteren Weiden mussten, also ist jegliche Art von Landwirtschaftsfahrzeugen hier lang gefahren. Seit der Bauphase bei den Kings kamen noch Baustellenfahrzeuge und Monteure hinzu, die alle die enge Strasse passieren mussten. Ohne Scheiss – es ging hier manchmal zu wie am Stachus (nur für die bayrischen Leser logisch, für alle anderen Leser einfach nur viel Verkehr)

Man musste schon immer dem Bulldog mit Odelfass (Traktor mit Güllefass) oder Viehanhängern und Mähdreschern auf der einspurigen Strasse ausweichen. Dieses war schon heftig, aber seit Betonmischer, Schwertransporter mit Baumaterialen und den schweren Baumaschinen sowie die vielen Steintransporter noch dazu kamen wurde es zuviel. Es muss nun endlich eine irische Baustellen Ampelschaltung her!

Wer also Lust und Zeit hat einen Job bei der irischen Verkehrsregelung in den Midlands zu übernehmen, sollte sich bewerben. Voraussetzung wäre Schichtdienst und Wettertauglich sollte man sein. Warnweste und ein Walkie- Talkie stellen dann die Anwohner der Strasse zur Verfügung.

Bitte nur ernstzunehmende Bewerbungen und vielleicht etwas mehr Zulauf als nach dem letzten Aufruf, als wir nach einem Haus- und Hundesittter im Januar 2019 gesucht haben. 

Apropos Sitter

Der Job ist besetzt mit Nicky!

Nickys Namen haben wir von Sara bekommen, die wir rein zufällig bei einem Waldspaziergang mit ihrem Hund Betty getroffen haben. Nicky bietet Hundesitting vor Ort an und macht Menschen wie uns glücklich, die nun ohne Hund verreisen können. Für uns bedeutet es endlich einmal zeitgleich zu reisen und Rocky gut aufgehoben zu wissen. 

@Nicky we are so happy that you came into our life. Thanks for your service!

Das entschleunigte Irland

Wenn du hier in Supermärkte einkaufen gehst, dann habe Geduld oder übe dich in geduldig sein!

Egal wie voll die restliche Schlange an einer Kasse ist, der Kunde der gerade dran ist, darf entspannt seine Ware in Taschen und Tüten einpacken, bevor er bezahlt. Wenn es sehr viel ist, hilft einem beim einpacken auch schon mal die Kassiererin mit. Ansonsten unterhält sie sich mit dir, damit eine locker Atmosphäre entsteht. Wenn alle Dinge verpackt sind, egal wie voll der Einkaufswagen auch war, erst dann wird bezahlt. Natürlich in Ruhe und wenn noch eine Ware fehlt um den Preis aufzurunden, damit man einen Voucher für den nächsten Einkauf bekommt, zieht der Kunde los und holt sich noch die benötigte Ware.

Ehrlich – dieses ist kein Einzelfall und kein Sache aus einem Tante-Emma-Laden sondern es handelt sich um riesige Supermärkte wie z.B. den Dunnes Store. Es ist immer so! Für uns gehetzte Deutsche ein undenkbares Szenario, aber hier Alltag. Niemand hier ist in der Schlange beim warten genervt oder meckert.

Wie sang schon Balu der Bär seinen Hit:

„Probier’s mal mit Gemütlichkeit, … dann kommt das Glück auch zu dir.“

Bedeutet: Glück entsteht durch Gemütlichkeit und wird mit dem Kleeblatt assoziierst und dieses wiederum steht für Irland.

Hurrikan Lorenzo 

Im Oktober fegte der Hurrikan Lorenzo kommend von den Azoren über Irland. Durch ihn wurde eine Schildkröte angespült die aus milderen Klima stammte. Nach fast einem Monat Genesung in Galway wurde sie als Sonderreisender von Ryanair nach Gran Canaria geflogen, wo sie im Gran Canaria Aquarium Turtle Hospital eingecheckt hat, bevor sie auf der Insel ins Meer entlassen wird.

Ryanair – die nicht immer für positive Schlagzeilen sorgen, haben in dem Fall mal eine positive Presse erhalten.

Hier die Wettersituation mit Sturm Lorenzo und hier der gesamte Artikel um den Schildkröten Flug.

Schlafen wie englische Hoheiten  

Inzwischen haben wir die Strecke nach Cork erkundet und in einem sehr netten alten Landhaus genächtigt und gespeist.

Da das Haus Ballyvolane nur sechs Gästezimmer besitzt, bietet es zusätzlich im Sommer auch Glamping (Glamour + Camping) im Garten an. Zudem kann man dort auch Fliegenfischen und Jagd auf Fasane und Enten buchen. Einige der Gäste scheinen nicht so gut im zielen bei der Jagd zu sein, denn ansonsten könnten wir uns diese Fotos vom Fenster im Speisesaal nicht erklären….

Ich möchte lösen und glaube der Mord geschah im Speisesaal mit der Schrottflinte und es war….?

Das Haus ist übrigens Hundefreundlich, denn die Besitzer haben selber vier Hunde und sind sozusagen sehr tierfreundlich – naja allen Tieren geht es nicht so gut, das Federvieh wurde schon am Morgen kopflos durch die Gegend getragen.

Im Kaminzimmer hing auch dieser Bilderrahmen:

Symantec / Broadcom

Im letzten Blog Beitrag haben wir angemerkt: „Ob nun Broadcom einen Senior Director benötigt, werden die nächsten Wochen zeigen“ – die Antwort ist nun gegeben: „Nein“. Wie bei den meisten Firmenübernahmen ist es auch hier nicht anders, es geht um Einsparung, Synergy-Effekte und Optimierungspotential. Thorsten wurde auch ziemlich unverblümt und direkt mitgeteilt, dass für einen Manager mit seiner Erfahrung in der „neuen Welt“ kein Bedarf mehr besteht. Broadcom hat bereits ein Team mit ähnlicher Ausrichtung und Aufgaben in Prag und der dortige Leiter sei „ausreichend“ um das verbleibende Team in Dublin zu führen. Thorsten hat hart und heftig für „sein“ Team gekämpft und konnte ca. 70% seiner Belegschaft zur Weiterbeschäftigung verhelfen. Es ist allerdings zu erwarten, dass einige sich in nächster Zeit einen neuen Job suchen, da die neue Firmenkultur deutlich anders ist, als zu „Thorstens“ Zeiten.

Um einen so gut wie möglichen reibungslosen Übergang zu ermöglichen, hat Broadcom Thorsten mit einem „Treuebonus“ gebeten, noch bis zum 31. Januar „voll motiviert“ seine Arbeit an den Leader in Prag zu übergeben. Parallel hat die Jobsuche natürlich begonnen und in unserem Leben ist es mal wieder ziemlich unruhig. Wir sind uns einig, dass wir unser (neues) Zuhaue hier in Irland behalten, aber wir wollen nicht ausschließen, dass uns ein neuer Job eventuell für bestimmte Zeit wo anders hin verschlägt. Aber wir sind erst am Anfang dieser neuen Reise und der Jobmarkt in Irland und insbesondere in Dublin ist nach wie vor sehr gut. Alles ist möglich. Wir halten Euch selbstverständlich auf dem Laufendem. 

Weihnachten  

Nach Besuchen von Weihnachtsmärkten in Gießen, Eppstein und München

erwarten wir unsere Kinder am 20. Dezember am Dubliner Flughafen. Wir hoffen wir haben ein schönes Program zusammengestellt, welches gammeln, spielen, Fondue essen, Raclette essen, Schokobrunnen naschen, Konzertbesuch in Dublin mit Übernachtung, Kinoabend und Essengehen alles beinhaltet was uns vier Spaß macht und wir entspannte Weihnachten verbringen.

Letztes Jahr haben wir Chris Rea mit „Driving home for Christmas“ erwähnt und dass aus Bahnreisen inzwischen Flugreisen zu den Eltern normal sind (was bei einer Insel auch logischer erscheint) und in diesem zweiten Weihnachtsfest in Irland passt dieser Song ganz gut:

Johannes Oerding: Ich komm nach Hause (Wenn das Jahr zu ende geht)

Trotz der letzten Monate schauen wir positiv in das neue Jahr und hoffen gesundheitlich und beruflich wird 2020 unser Jahr!

Was es nicht wird – ist ruhiger, aber dieses wäre vielleicht auch nicht normal für uns.

Frohe Weihnacht an alle die unseren Blog lesen

Danksagung:

Dank an das Neufahrner Adventspäckchen. So glücklich müssen sich damals die Menschen im Osten gefühlt haben, wenn das Päckchen aus dem Westen mit Seife, Perlon und Kaffee ankam.

Zu spät dran: 

Der Job als Organisator für eine reibungslose Fertigstellung der Baustelle für den Berlin-Brandenburg Airport braucht niemand mehr Thorsten anzubieten. O.K. er wäre der Richtige Bayer in Berlin gewesen, aber der Termin zur Eröffnung steht nun ja. Am 31. Oktober 2020 wird BER eröffnet!

Der neue Blog erscheint am 4./5. Januar 2020! Reinschauen lohnt sich. Es gibt bestimmt Neuigkeiten ;-)))

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