2020 – alles neu – alles anders, aber voller Power!

In einer Weihnachtskarte hat unsere liebe Freundin @Ulla geschrieben, dass wir 2020 den Reset Knopf drücken könnten und im kommenden Jahr alles wieder neu starten und definieren können.

Dieses wollen wir tun. So schnell lassen wir uns nicht runterziehen. Egal ob Krankheit oder Firmenübernahme wir schauen wirklich positiv nach vorne. Unseren Jahreswechsel haben wir in Galway verbracht. Mit viel Essen, vielen Getränken und wieder, so wie im letzten Jahr ohne Feuerwerk. Die Diskussion die auch in Deutschland im Gange war, ob man das Knallen verbieten soll, ist hier keine. Wie im Silvester Blog 2019 schon erwähnt, gibt es Silvesterknaller hier nicht für die private Nutzung. Im zweiten Jahreswechsel in Irland hat man sich daran gewöhnt.

Vor Silvester kam natürlich noch das Weihnachtsfest. Dieses haben wir mit den Kindern, die am 20. Dezember eingeflogen sind, genossen. Wenn man kurz vor Weihnachten in Dublin einfliegt, was enorm viele Menschen machen, handelt es sich in der Regel nicht um Touristen sondern um Heimkehrer, die in der weiten Welt arbeiten und und über die Feiertage Heim kommen. Da begrüßt der Flughafen jedes Jahr die ankommenden Menschen mit Darbietungen wie Tanzgruppen, Chören, musizierenden Gruppen und sogar Radio Sender senden ihr Programm aus den Ankunftshallen. In diesem Jahr haben wir am 20. Dezember um 21 Uhr diese Kinder beim warten hören dürfen. Dieses Land ist wirklich immer, zu jeder Zeit und mit jedem Alter musikalisch.

Sweet Caroline
Santa Claus is coming to town
Man soll seine Blog Leser ja immer aktiv einbinden – also wer kann uns den Titel nennen?
Beim letzten raten um Ärzte „James oder John“ hat übrigens @Tim die richtige Antwort gegeben ;-)))

Im letzten Jahr haben wir das Radio Vormittagsprogramm von RTÉ 2fm in der Halle beim abholen gesehen.

RTÉ 2fm Morgencrew Dezember 2018 mit Jenny Greene und Nicky Byrne (Westlife)

Insgesamt umfasste das gesamte
Christmas Program 2019
mehr als 1.600 Interpreten aus
50 Schulen, Chören und Musikgruppen die vom
9. Dezember, täglich
bis Heiligabend mit zwei Vorstellungen in jedem Terminal die Passagiere unterhielten.
Solch ein Program wird all die Jahre auf die Beine gestellt und spricht für dieses Land und seine Menschen.

Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich immer an die Ankunftshalle im Flughafen Heathrow. Es wird allgemein behauptet wir lebten  in einer Welt voller Hass und Habgier, aber das stimmt nicht! Im Gegenteil, mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll oder spektakulär, aber sie ist immer da. Väter und Söhne, Mütter und Töchter, Ehepaare, frisch Verliebte, alte Freunde. Als die Flugzeuge ins World Trade Center flogen, gab es unter den anrufen der Menschen an Bord, meines Wissens nach keine Hass oder Rache Botschaften – es waren alles Botschaften der Liebe. Ich glaube wer darauf achtet, wird feststellen können, das Liebe überall zu finden ist.

Dieses sind nicht unsere Worte, sondern sie stammen von dem Vorspann aus dem Film „Tatsächlich Liebe / Love Actually“ gesprochen von Hugh Grant

Im Dubliner Airport ist diese Liebe, gerade in der Weihnachtszeit, extrem zu spüren – deshalb zeigen wir jetzt nicht den Vorspann aus dem Film vom Londoner Flughafen Heathrow, sondern erlauben uns ein Video über die Liebe aus Dublin zu verlinken.

Herzlich und voller Liebe – kann man auch nach Weihnachten anschauen!

Konzert – Geburtstag – Kino Weihnachten – Silvester

Nachlese – so war es……

Wir vier haben die 3Arena in Dublin besucht und können euch den Veranstaltungsort nur empfehlen. Schöne Halle! Da es schon das zweite irische Konzert ist, welches wir besucht haben und beide Konzertbesuche zwar in unterschiedlichen Location stattfanden, kann man aber schon vorsichtig behaupten, dass irische Konzerte mit ständigen Getränke holen und einem guten Pegelstand verbunden sind, eigentlich wie ein riesiger Pub nur mit Bühne. Aber auch mitsingen, was eine Textsicherheit voraussetzt, ist Pflicht. Nicht nur den Refrain… der gesamte Text wird von jung und alt mitgegrölt. Was wiederrum wie oben schon erwähnt, zu dem musischen Volk gut passt. Nun hatte am 22. Dezember der gute Dermot Kennedy als Ire, der gerade eine langen Herbst Tour durch Europa und USA hinter sich hatte und nach 36 Konzerten nun endlich zum Jahresende in seinem Hometown zwei Konzerte gab, natürlich auch eine riesige Fangemeinde hinter sich und so konnte der Gute an zwei aufeinander folgende Abenden die ausverkaufte 3Arena im Dubliner Hafen mit jeweils 13.000 Besuchern pro Abend für sich verbuchen. Warum die irischen Fans plötzlich mitten im Konzert „Ole Ole Ole“ anstimmen konnten wir weder mit einer irischen Mitarbeiterin von Thorsten noch aus dem weiten Netz nicht in Erfahrung bringen. Viele stellen diese Frage… keiner kennt sie Antwort. Dieses war schon das zweite Konzert wo um uns herum dieses getan wurde, was einem schon spanisch vorkommt. Wir kennen diese Gesänge nur aus Fussball Stadien, aber hier stimmt man es auch für den Künstler an, der dann minutenlang seine Songs nicht performen kann. KLINKT KOMISCH – IST ABER SO

Kurz nachgedacht – eventuell wird dieser Ole Ole Ole Gesang im Konzert rausgehauen, weil der irische Fußball nicht so erfolgreich gespielt wird, aber die sangesfreudigen Menschen lieben es von ganzen Herzen zu singen und notfalls auch auf Konzerten anstatt beim Fußball…. wie gesagt, nur eine Idee woran es liegen könnte.

@Martin Lieben Dank für diese Weisheit

Wir haben es irischen Familien gleich gemacht und haben uns Anfang Dezember einen Baum ins Zimmer gestellt. Da hier ständig mit dem Kamin geheizt wird, hätte der echte Baum eine ca. fünftägige Überlebenschance. Deshalb haben wir, wie fast alle hier in Irland, zu einem künstlichen Modell gegriffen. O.k. – sagen wir es mal so, dieser Baum erfüllt den Zweck und steht in der Vorweihnachtszeit, aber es ist kein Vergleich mit einem echten Baum, wie wir ihn im letzten Jahr hier zu stehen hatten. Also gilt ab nächstes Jahr, der Trend geht zum Zweitbaum! Der künstliche ab 8. Dezember (denn da beginnt hier die Weihnachtszeit) und eine echte Tanne, die am 24. Dezember ins Haus kommt. Sozusagen ein deutsch-irischer Kompromiss ;-)))

Da uns das Twelve Hotel in Galway ein Silvester Angebot unterbreitet hat und sie dazu auch noch sehr Hundefreundlich sind, haben wir dort den Jahreswechsel verbracht, anstatt vor dem Fernseher daheim den Klassiker Dinner for One „The same procedure as last year“ anzusehen. Wir haben das Silvester Menü im Restaurant West welches unter dem Motto lief: The Last Sitting of ’19 – Happy New Year genossen.

Es folgte am 1.1.2020 ein Neujahrsspaziergang am Silverstrand in Galway. An dem Tag waren viele Menschen und Hunde am und im Wasser unterwegs. Hier mal ein paar Impressionen. Wir haben weder die Zahl 2020 noch den Namen in den Sand geschrieben, aber frech fotografiert und nun benutzt. ;-)))

Zwischen den Tagen hatten wir noch unseren ersten irischen Kino Besuch:

Nachtrag – der Film hat über die nicht vorhandenen technischen Raffinessen hinweggetröstet aber es gibt nur salziges Popcorn in Irland!

Kommen wir mit einer gelungenen Überleitung von Star Wars zum Hund

Ich habe nicht ganz so wild, wie in der Werbung von Samsung meinen Mann genervt, aber ich habe das Thema „Hund aus dem Tierheim“ immer wieder aufrecht erhalten.

Sam

So – nun kommt ein trauriger Absatz. Eigentlich sollte dieser Blog am ersten Januar Wochenende erscheinen und dieses Foto als Titelbild mit folgendem Text ….

Sam – ein Ire zieht ein

Sam wurde von uns am 10. Dezember von einem Privathaushalt heraus gekauft. Er war zu dem Zeitpunkt ein 10 Monate alter Schäferhund / Collie Mix. Man kann sich vorstellen, wenn Kommissar Rex und Lassie eine Liaison gehabt hätten, dann wäre so ein Typ wie Sam rausgekommen.

Da wir aber schon ein umfangreiches Weihnachtsprogramm mit zwei Hotelübernachtungen und jede Menge Events gebucht hatten, baten wir Martin (Sams altes Herrchen) ihn erst nach den Feiertagen, am 3. Januar abzuholen. Es wäre ihm gegenüber nicht fair gewesen, dass er gerade wegen der Feiertage, nicht die volle Aufmerksamkeit bekommen hätte. Da Sam eh ein „Ladenhüter“ auf der Verkaufsseite war, hat Martin eingewilligt. So wurden unsere Festtage mit den Kindern zusammen ausgeschmückt mit Vorstellungsgeschichten, wie es wohl mit zwei Hunden wird.

Am 3. Januar um 10 Uhr war es soweit und haben Sam ohne Probleme aus Tallaght* einem Dubliner Vorort, in unser Auto verfrachtet und so hatten wir unseren Zweithund. Unsere erste Anlaufstelle war unser Tierarzt James; allgemeiner Check, impfen und chippen. Die ersten 1 1/2 Tage lief es gut zwischen Sam und Rocky. Hier das allererste Treffen der Beiden:

Leider gab es dann einen kleinen Zwischenfall und Sam hat Rocky attackiert. Danach hat Rocky Sam nicht mehr an sich herangelassen. Nix ging mehr. @Anita wie vor vielen Jahren als Bonnie unseren Rocky biß oder ein Boxer der heute nebenan wohnt. Um beide Hunde machte/macht Rocky heute noch einen großen Bogen. Rocky vergibt keine zweite Chance! So mussten wir beide getrennt halten, Rocky war fast immer in der 1. Etage und Sam unten. Trotzdem versuchten wir alles, gemeinsame Spaziergänge, entspannte Situationen schaffen, spielen, aber der eine wollte nur immer spielen und der andere hat gelitten, dass ein Neuer im Haus war. Wir konnten Sam nicht die nötige Zeit für seine Erziehung geben, wenn man immer auf getrennte Hundehaltung achten muss. Wir wussten, dass wir nur eine Zwischenfamilie für Sam sein konnten und gingen auf die Suche nach einem neuen Zuhause.

Dank unserer Hundesitterin @Nicky, die uns Netzwerke öffnete und Kontakte verschaffte, die wir hier noch nicht haben, haben wir eine neue Familie gefunden. Die neue Familie suchte auch einen Zweithund und hat viel Erfahrung mit Schäferhunden und großen Hunden. Als Sam nach nur einer Woche und einem Tag im Kofferraum seiner neuen Familie unser Grundstück verließ, brach unser Herz. Wir mussten es tun, damit Rocky wieder der Alte wurde.

Sam, der als schüchterner Hund zu uns kam und nach nur einer Woche sich so wohl fühlte, dass er selbst die erste Familie die ihn ansehen wollte verbellte, weil er sein Grundstück und uns beschützen wollte, wäre der ideale Hund für uns gewesen. Er füllte das Grundstück gut aus, Fremde hätten sich gehütet auf unser Grundstück zu kommen. Er war ein großer, schlanker, agiler Hund. Schnell und total nach dem Ball verrückt. Gerade Thorsten hat sich seiner angenommen, als wir beide trennen mussten, da hat er die ganze Woche mit ihm im Gästezimmer geschlafen. Sozusagen war es eine Jungs WG. Wir hätten niemals gedacht, dass uns Sam so sehr nach nur einer Woche fehlen wird. Trotzdem freuen wir uns, ihn gehabt zu haben und ihn aus Dublin in die Midlands geholt zu haben, wo er weiterhin mit seiner neuen Familie lebt. Gerne zeigen wir euch noch eine winzige Auswahl an Fotos und Videos von Sam, damit ihr sehen könnt was für ein verrückter netter Kerl er war.

Wir kennen unsere Familien doch sehr gut und der ein oder andere wird sich fragen, warum mussten sie sich jetzt noch einen Hund anschaffen, wo wir doch zur Zeit andere Probleme haben – und genau aus diesem Grund kam Sam zu uns. Sam war ein Ganove und hat uns so viel Freude gemacht, auch wenn es eine sehr sehr anstrengende Woche war und wir viel gelaufen sind und weniger Schlaf abbekommen haben, hat es sich richtig angefühlt einen zweiten Hund hier zu haben.

Also unser erstes großes Projekt 2020 ging schon mal schief. Nun brauchen wir erst einmal eine kurze Auszeit – wir gehen für drei Tage am Achensee (unserem früheren Kurzzeit Erholungsort) in Klausur und brauchen Freiraum zum Denken. Langlauf und Wellness soll uns dabei helfen. Am 31.1. – der offizielle letzte Tag von Thorsten wird auch der Beginn der Reise und wird einen Schlussstrich unter das letzte halbe Jahr ziehen, welches so anstrengend war.

@Neufahrn und @Ainhofen wir freuen uns schon sehr, euch alle bei einem kurzen Abstecher auf dem Weg zum Achensee wiederzusehen.

* Tallaght ist ein Dubliner Vorort = auch Dermot Kennedy ist da aufgewachsen, bedeutet… Jungs aus Tallaght aus denen kann was GROSSES werden. Dieses wünschen wir Sam von ganzen Herzen. Er ist jetzt schon ein toller junger Hund gewesen und aus ihm soll ein großartiger Hund werden.

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